Frank Finanz: Infobrief 'Gut zu wissen' - Frank Finanz 2020

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Infobrief
"Gut zu wissen"
Aktuell

Weltkonjunktur im Griff des Virus
Als erkennbar wurde, dass die Corona-Pandemie zu einer Vollbremsung der Weltwirtschaft führen würde, begannen zunächst die Notenbanken mit Hilfsmaßnahmen. Dazu stellen sie mehr Geld zur Verfügung als jemals zuvor. In zwei außerplanmäßigen Sitzungen im März beschloss die US-Notenbank Federal Reserve, ihre Leitzinsen deutlich zu senken. Die Absenkung der Fed Funds Rate, des wichtigsten US-Leitzinses, von der Bandbreite 1,50 bis 1,75 Prozent auf 0,0 bis 0,25 Prozent beruhigte die Börsen aber nicht, im Gegenteil. Auf die darauf nicht vorbereiteten Kapitalmärkte wirkten die Zinssenkungen wie eine Panikreaktion.
Auch die massive Ausweitung der Anleihekaufprogramme durch alle wichtigen Notenbanken vermochte es diesmal nicht, die Börsen steigen zu lassen. Denn niedrige Kreditzinsen allein reichen nicht mehr. Der Kursrutsch an den Börsen setzte sich bis in die zweite Märzhälfte fort. Die indirekten geldpolitischen Hilfsmaßnahmen der Notenbanken zeigten trotz ihres Rekordumfangs auch deshalb wenig Wirkung, weil mit diesem Mittel seit langem die Konjunktur stimuliert wird. Eine Medizin, die schon bei jedem kleinen Schnupfen verabreicht wurde, verliert ihre Wirkung, wenn es ernst wird.
Wie geht es nach dem Corona-Crash mit Weltwirtschaft und Börsen weiter?
Die Unsicherheiten sind groß. Bezüglich der Corona-Infektionen selbst reichen die Vorhersagen von Schreckensszenarien, bei denen weder durch überwundene Infektionen noch durch Impfungen dauerhaft eine Immunität entstehen kann,
Bezüglich der Konjunkturentwicklung erwartet die große Mehrheit der Experten einen U-förmigen Verlauf.
Demnach dauert die Rezession wohl mindestens zwei Quartale. In vielen dieser U-Szenarien wird erst für 2021 eine Konjunkturerholung erwartet. Pessimisten fürchten gar einen L-förmigen Konjunkturverlauf. Der Absturz könnte demnach der Auftakt zu einer Depression sein, also einer ungewöhnlich langen Schwächephase. In diesem Szenario gelingt es Staaten und Notenbanken mit ihren Rekordhilfen nicht, Unternehmenspleiten in größerem Umfang zu verhindern, was wiederum zu hoher Arbeitslosigkeit, Kreditausfällen, Schieflagen von Banken und einer Abwärtsspirale führen könnte.
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